Bereitschaftsdienstvereinbarungen bis 30.6.2021 verlängert

Die Kurienversammlung der niedergelassenen Ärzte hat mit der Sozialversicherung beginnend mit 1.7.2019 neue Bedingungen für die freiwillige Teilnahme am Bereitschaftsdienst an Wochenenden und Feiertagen vereinbart.

Die Bedingungen im Detail:

  • Die Bereitschaftsdienstzeit wurde von 12 auf 6 Stunden (8 Uhr bis 14 Uhr) reduziert. Darin enthalten sind einheitliche Ordinationszeiten zwischen 9 Uhr bis 11 Uhr, wobei keine verpflichtende Anwesenheit von OrdinationsmitarbeiterInnen gefordert ist.
  • In Niederösterreichweit kommt ein für die grundsätzliche Bereitschaft pro Diensttag für 6 Stunden ein Honorar in Höhe von € 153,92 zum Tragen. Die Mitversorgung von vakanten Nachbarsprengeln ist möglich und somit kann das grundsätzliche Bereitschaftsdiensthonorar mehrfach zur Abrechnung gelangen.
  • Die Position 5 Sonntagsvisite (welche auch an Samstagen und Feiertagen zur Verrechnung gelangt) beträgt derzeit EUR 71,83.
  • Die Position 6 Sonntagsordination (welche auch an Samstagen und Feiertagen zur Verrechnung gelangt) beträgt derzeit EUR 20,52.
  • Weitere Einzelleistungspositionen sowie die Abgeltung für Wegegebühren sind in unveränderter Form verrechenbar.
  • Alle Beträge werden analog zu Honorarverhandlungen valorisiert.
  • Die Teilnahme von Wahlärztinnen und Wahlärzten mit jus practicandi ist möglich.

Die mit dem Bereitschaftsdienst in Zusammenhang stehenden Vereinbarungen werden bis zum 30.6.2021 verlängert.

Aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes sind Ärztinnen und Ärzte mit § 2-Kassenvertrag nicht verpflichtet, an Wochenenden oder Feiertagen Bereitschaftsdienste abzuhalten. In sehr vielen Fällen passiert dies dennoch auf freiwilliger Basis. Die formale Beschlussfassung der Gremien der ÖGK ist noch ausständig.

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