Corona-Verdachtsfälle: Telefonische Krankmeldung

(Stand: 4.9.2020) Telefonische Arbeitsunfähigkeitsmeldung eingeschränkt auf COVID-19-Verdachtsfälle

Wie in der eline vom 2.9.2020 berichtet, hat die ÖGK die telefonische Arbeitsunfähigkeitsmeldung einseitig auf COVID-19-Verdachtsfälle eingeschränkt. Das Bundesministerium hat folgende klinische Kriterien für einen COVID-19-Verdachtsfall definiert: Jede Form einer akuten respiratorischen Infektion (mit oder ohne Fieber) mit mind. einem der folgenden Symptome, für das es keine andere plausible Ursache gibt: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Katarrh der oberen Atemwege, plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes.

Wenn derartige Symptome bei einer/m Patientin/Patienten vorliegen, sollte daher die Möglichkeit einer COVID-19-Infektion in Erwägung gezogen und eine Einstufung als COVID-19-Verdachtsfall geprüft werden. Einige offene Fragen in diesem Zusammenhang konnten geklärt werden: Nach Rücksprache mit den Gesundheitsbehörden des Landes ersetzt die Krankmeldung an die ÖGK nicht die Meldepflicht der Ärztin/des Arztes an die Bezirksverwaltungsbehörde (Amtsärztin/Amtsarzt). Gemäß Epidemiegesetz hat die Meldung zumindest die Angabe des Namens, des Geburtsdatums und der Wohnadresse zu enthalten. Diese Meldung kann bei einigen Arztsoftwareprogrammen direkt im Wege der ELGA-Infrastruktur elektronisch erfolgen. Sollte es in Folge zu einer Absonderung der Patientin/des Patienten kommen, wird die AU-Meldung automatisch storniert. Bei Verdacht einer Infektion mit COVID-19 (Kontakt etc.) ohne Symptome erfolgt keine Krankmeldung.

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