COVID-19-Test im niedergelassenen Bereich

FAQ: COVID-19-Tests im niedergelassenen Bereich

Nein. Es besteht keine Verpflichtung dazu. Teilweise ist die Durchführung der Tests auch aus bestimmten Gründen nicht möglich (z.B. wenn in der Ordination nicht ausreichend Platz vorhanden ist).

Diese Möglichkeit steht nur Kassenvertragsärztinnen und -ärzten offen. Es besteht keine Einschränkung auf bestimmte Sonderfächer.

Patientinnen/Patienten von Wahlärztinnen/Wahlärzten bekommen keine Kostenrückerstattung. Ein Antigen- bzw. erforderlicher PCR-Test kann nur von Vertragspartnerinnen/-partnern direkt mit der Sozialversicherung abgerechnet werden. Bei Einreichung einer Honorarnote bei der Sozialversicherung erfolgt keine Kostenrückerstattung.

Versicherte der ÖGK, der BVAEB und der SVS bzw. die anspruchsberechtigten Angehörigen. Aufgrund einer kürzlich erfolgten Novellierung des § 742a ASVG besteht nun für Vertragsärztinnen und - ärzte im niedergelassenen Bereich die Möglichkeit sowohl symptomatische als auch asymptomatische Patienten zu testen. Die näheren Bestimmungen wurden durch eine Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz festgelegt, die rückwirkend mit 8.6.2021 in Kraft getreten ist und mit Ablauf des 31.8.2021 außer Kraft tritt, sofern bis dahin keine Verlängerung erfolgt.

Um die eigene Absonderung im Falle eines positiven Testergebnisses einer Probandin/eines Probanden zu verhindern, muss entsprechende Schutzkleidung/Schutzausrüstung getragen werden.  Von der Karl-Landsteiner Privatuniversität wurde dazu folgende Empfehlung herausgegeben:

Entnahme in geschlossenen Räumen: Behandler/in FFP2, Visier oder Brille, feuchtigkeitsdichter Mantel oder Schürze, Handschuhe

Wir empfehlen zusätzlich dringend, im Vorfeld mit dem zuständigen Amtsarzt/der zuständigen Amtsärztin Kontakt aufzunehmen, um die zu tragende Schutzausrüstung mit dieser/m zu besprechen, da es in diesem Zusammenhang interpretatorischen Spielraum der Gesundheitsbehörden gibt.

Die Auswahl des konkreten Antigen-Testprodukts hat nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft zu erfolgen und das Antigen-Testprodukt muss jedenfalls CE zertifiziert sein. Der Test muss vom Arzt/von der Ärztin bezogen werden.

Die Auswahl des konkreten Antigen-Testprodukts hat nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft zu erfolgen und das Antigen-Testprodukt muss jedenfalls CE zertifiziert sein. Der Test muss vom Arzt/von der Ärztin bezogen werden. Informationen und Hilfestellungen zur Bewertung der Qualität von Antigentests finden Sie unter Antigen-Tests im Rahmen der Österreichischen Teststrategie SARS- CoV-2 – BMSGPK.

Eine Liste am Markt angebotener Testprodukte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit - alphabetisch sortiert):

Die Ärztin/Der Arzt hat zunächst grundsätzlich einen Antigen-Test durchzuführen. Nach Vorliegen eines positiven Antigen-Tests ist ein PCR-Test durchzuführen. Für diesen wird der Abstrich an ein Zuweisungslabor übermittelt. Für die laboranalytische Auswertung eines PCR-Tests steht dem Labor eine Fallpauschale in Höhe von EUR 60,-- zu. Es ist sinnvoll, das diesbezügliche Prozedere mit dem Labor abzustimmen.

Im Einzelfall, wenn die Symptomhäufung auffällig und von stark ausgeprägter Intensität ist sowie anamnestischer Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person bestand/besteht, ist ein PCR-Test auch bei Vorliegen eines negativen Antigentests zulässig.

Anstelle der bisherigen Staffelung bei den Honoraren gebührt seit 1.7.2021 pro durchgeführtem Antigen-Test ein einheitliches Honorar. Die Höhe des Honorars ist nunmehr im Gesetz festgelegt und beträgt pauschal 25 Euro pro COVID-19-Test. Dieses deckt die Kosten bzw. den Aufwand für das Material, die Probenentnahmen, die Auswertung eines Antigen-Tests, die dazugehörige Dokumentation, das therapeutische Gespräch sowie die Ausstellung eines Ergebnisnachweises ab. Auch die etwaige Abstrichentnahme für einen PCR-Test ist davon umfasst.

Zuzahlungen der zu testenden Personen sind unzulässig. Eine Kostenerstattung für COVID-19-Tests bei symptomatischen und asymptomatischen Personen ist auch weiterhin ausgeschlossen.

Für die Testung von symptomatischen Patienten gelten weiterhin die folgenden Abrechnungspositionen:

  • Pos. COVT1 = Antigentest positiv und PCR-Test veranlasst
  • Pos. COVT2 = Antigentest negativ ohne PCR-Test
  • Pos. COVT3 = Antigentest negativ mit PCR-Test veranlasst

Die Testung von asymptomatischen PatientInnen wird über die neue Leistungsposition COVTA abgerechnet.

Achtung: Die Abrechnung von COVID-19-Tests bei asymptomatischen Personen durch hausapothekenführende Ärzte hat weiterhin mit der Position COVTH zu erfolgen.

Für die laboranalytische Auswertung eines PCR-Tests inklusive des verwendeten Materials, sowie die dazugehörige Dokumentation gebührt ein Honorar in Höhe von 50 Euro. Diese Leistung wird über die Position COVL abgerechnet.

Natürlich. Die Verordnung (siehe oben bei der Honorierung) ist etwas missverständlich, aber die Verrechnung einer Ordination ist jedenfalls erlaubt. Nicht verrechnet werden kann eine therapeutische Aussprache. Diese ist dezidiert in der Pauschale inkludiert! Natürlich können auch sämtliche Sonderleistungen, wie Blutabnahme, Blutbild, CRP, Spiro und vieles mehr, so sie medizinisch indiziert sind, verrechnet werden.

Es gibt leider eine Vielzahl von Tests in Österreich, das gilt sowohl für PCR-Tests als auch für Antigen-Tests. Eigentlich ist die Trägersubstanz immer eine NaCl-Lösung. Ob aber die Röhrchen, die Konzentration etc. miteinander kompatibel sind, klären Sie am besten mit ihrem Labor ab. Zusätzlich kann die vorgeschriebene Abnahme (nur Nase oder Pharinx oder beides) differieren. Einige Firmen haben die Weiterverwendung nicht freigegeben.

Nein. Bei einem positiven Antigen-Test ist auch der der PCR-Test eine Kassenleistung. Unbedingt auf der Überweisung vermerken! Zum Beispiel: „Verdacht auf COVID-19/Infektion mit SARS-CoV-2, pos. Antigen-Test“. Es empfiehlt sich, dies als Diagnose anzulegen. Bitte klären Sie das Prozedere mit Ihrem Zuweisungslabor ab.

Ja. Sofern eine Verrechnung - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich ist (z.B. PatientIn ist nicht versichert), besteht auch weiterhin die Möglichkeit einen Test privat in Rechnung zu stellen. Eine Kostenerstattung für COVID-19-Tests ist nach wie vor ausgeschlossen.

In diesem Zeitraum kann es tatsächlich Schwierigkeiten mit der Abholung geben. Laut Auskunft eines Labors sind die Tests gekühlt 72 Stunden lagerbar, laut Auskunft eines anderen Labors lediglich 48 Stunden. Hier sollte individuell mit dem zuständigen Partnerlabor das Prozedere abgeklärt werden. Bei entsprechender Klinik und einem positiven Antigen-Test besteht der dringende Verdacht auf eine COVID-Infektion. Dieser Verdacht ist unverzüglich der Gesundheitsbehörde zu melden. Es kann sein, dass diese einen Test durch 1450 anordnet. Im Zweifelsfall sollte 1450 kontaktiert werden.

Nach derzeitigem Wissensstand nicht.

Ja. Aufgrund einer kürzlich erfolgten Novellierung des § 742a ASVG wurde die Möglichkeit auch asymptomatische Patienten zu testen auf die im niedergelassenen Bereich tätigen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte bzw. Vertragsgruppenpraxen sowie die Vertragsambulatorien erstreckt.

Die entsprechende Verordnung ist mit 8.6.2021 rückwirkend in Kraft getreten und tritt mit 31.8.2021 außer Kraft, sofern bis dahin keine Verlängerung erfolgt.

Ein Muster für einen Ergebnisnachweis finden Sie hier.

COVID-19-Test im niedergelassenen Bereich

Am 21.10.2020 wurde die Verordnung über die neue österreichische COVID-19-Teststrategie erlassen. Darin ist die freiwillige Testung durch Hausärztinnen/Hausärzte geregelt. Informationen zum SARS-CoV-2-Antigen-Test und zu seiner Verwendung im Rahmen der Österreichischen Teststrategie sind in einem Factsheet des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) zusammengefasst. Sie finden diese auch in unseren FAQ.

Antigen-Tests sind neben PCR-Tests eine weitere Möglichkeit, SARS-CoV-2 direkt nachzuweisen. Es wird dabei kein Labor zur Auswertung benötigt und das Ergebnis steht innerhalb von ca. 20 Minuten fest.

Die ÖGAM (Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin) und die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften haben Informationsmaterial für die COVID-19-Testung symptomatischer Patientinnen und Patienten in der hausärztlichen Primärversorgungen zusammengestellt. Sie finden in den beiden bereitgestellten Dokumenten u.a. Informationen über den Testablauf. Das Dokument, dass die „Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen/Patienten und Gesundheitspersonal - Empfehlungen für die hausärztliche Primärversorgung in der Pandemie“ beschreibt, wird in NÖ künftig als Grundlage über die Entscheidung einer Quarantäne von Ordinationen verwendet werden. Laut Dr. Susanne Rabady von der ÖGAM schaffen Landesgesundheitsrätin Königsberger-Ludwig und Landessanitätsdirektorin Dr. Irmgard Lechner so Klarheit für die Hausärztinnen und Hausärzte in Niederösterreich.

Link zur neuen Teststrategie des Bundesministeriums: BMSGPK

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