COVID Schutzimpfung: Durchführung der Impfung

Ende Dezember 2020 wurde der erste COVID-19-Impfstoff EU-weit zugelassen und nahezu zeitgleich bereits die ersten Impfungen europaweit durchgeführt. Die weiteren Auslieferungen der Impfstoffe werden in den nächsten Tagen und Wochen erfolgen. Der Bund hat eine nationale Impfstrategie einheitlich vorgegeben, auf Länderebene erfolgt eine Endabstimmung gemeinsam von Ärztekammer für NÖ mit dem Land Niederösterreich und Notruf NÖ, um die Impfstrategie auf regionaler Ebene bestmöglich umsetzen zu können. Selbstverständlich informieren wir Sie immer sofort und auch kurzfristig, sobald es relevante Informationen für die Ärzteschaft gibt. Mit Stand 29.12.2020 können wir Sie bereits über einige Punkte informieren, wobei es in den kommenden Tagen noch Ergänzungen bzw. auch Änderungen geben kann.

  • Entsprechend dem bundesweiten Impfplan soll voraussichtlich ab 12. Jänner mit der Impfung in Alten- und Pflegeheimen begonnen werden.
  • Für die Dokumentation der Impfungen im e-Impfpass ist nach heutigem Stand eine Handy-Signatur (Dokumentation mittels eigens dafür eingerichtetem und vom APH zur Verfügung gestelltem Tablet) oder eine o-Card (Dokumentation über das e-card-System) erforderlich.
  • Jene niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen durchführen, bekommen auch gleich die Möglichkeit, sich selbst dort zu impfen. Für alle anderen Ärztinnen und Ärzte arbeiten wir ebenfalls an einer entsprechenden Lösung. Hier fehlen aber noch die dafür notwendigen Informationen und Details des Bundes. Sobald es hierzu Neuigkeiten gibt, werden wir Sie umgehend informieren.
  • Nach Abschluss der Impfungen in Alten- und Pflegeheimen werden ebenfalls im Zuge der ersten Phase angestellte und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und ihr Ordinationspersonal geimpft werden. Der Start wird nach derzeitigem Stand – abhängig davon, wann welche Mengen an Impfstoffen geliefert werden – voraussichtlich Mitte bis Ende Jänner erfolgen.
  • Im Anschluss daran soll laut Gesundheitsministerium mit den Impfungen im Bereich der kritischen Infrastruktur (z. B. Blaulichtorganisationen) sowie von Hochrisikogruppen fortgesetzt werden. Mit dem Beginn der Impfungen für die Allgemeinbevölkerung ist nach derzeitigem Stand laut Gesundheitsministerium ab April zu rechnen.

In dieser ersten Phase stehen voraussichtlich die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zur Verfügung. Beide Impfstoffe werden ausschließlich in Durchstichflaschen à 5 bzw. 10 Dosen ausgeliefert. Die Mindestbestellmenge ist nach heutigem Stand 3 OP bzw. 15/30 Dosen.

 

Das Bundesministerium stellt einen eigenen Aufklärungsbogen zur Verfügung. Zudem erfolgt derzeit eine rechtliche Abklärung, ob die Aufklärung hier ausnahmsweise auch primär schriftlich erfolgen kann.

 

Die Höhe des Impfhonorars inkl. Aufklärung und Dokumentation wird mittels Verordnung des Gesundheitsministeriums festgelegt:

  • Voraussichtlich EUR 25,-- für die erste Teilimpfung EUR 20,-- für die zweiten, inkl. Impfaufklärung und elektronischer Dokumentation (Handy-Signatur oder Bürgerkarte erforderlich) in den Ordinationen sowie
  • ein Stundenhonorar von EUR 150,-- außerhalb von Ordinationen bzw. für Impfstraßen.
  • Die Abrechnung soll über die soziale Krankenversicherung erfolgen. Dies gilt auch Wahlärztinnen und Wahlärzte.

Für in Österreich nicht in der Krankenversicherung pflichtversicherte Personen wird ebenfalls eine Abrechnungsmöglichkeit über die soziale Krankenversicherung ermöglicht. Details dazu müssen noch abgeklärt werden.

 

Wer soll impfen und wie erfolgt die elektronische Erfassung?

Obwohl die Sonderfachbeschränkung in Pandemiezeiten aufgehoben ist, wurden folgende Fachgruppen definiert, die primär COVID-19-Impfungen anbieten und dafür auch eine Förderung im Zuge der Implementierung des e-Impfpasses erhalten werden: Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Innere Medizin, Lungenheilkunde und HNO (Vertrags- und Wahlärztinnen und -ärzte mit e-Card-System-Anschluss).

Einzelne Arztsoftwarelösungen unterstützen bereits den e-Impfpass, in dem auch die COVID-Schutzimpfung erfasst werden soll. Hier wird es für Anschaffung entsprechender Softwaretools durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte geben. Sobald es dazu Details gibt, informieren wir weiter.

 

Die Bestellung erfolgt über die Bundesbeschaffungsgesellschaft. Auch in diesem Bereich erfolgt noch eine Abklärung, ob die Bestellung pro impfende Ordination oder gesammelt erfolgt. Weitere Informationen folgen selbstverständlich sobald verfügbar.

Links:
BMSGPK - Covid-19-Impfung

Aufklärungsbogen

zurück