Ersetzt Absonderungsbescheid negativen Test?

Absonderungsbescheid als Grundlage für ärztliches Attest bzw. als Alternative zu negativem Testergebnis?

In der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung wird einem Nachweis über ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 nun ergänzend zu

- einer ärztlichen Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung erfolgte und zu diesem Zeitpunkt aktuell abgelaufene Infektion,

- einem Nachweis über neutralisierende Antikörper für einen Zeitraum von drei Monaten

- auch ein Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung nachweislich an COVID-19 erkrankte Person ausgestellt wurde, gleichgehalten. Dabei ist Folgendes zu beachten: Von den Gesundheitsbehörden werden häufig Bescheide ausgestellt, aus denen sich kein Nachweis über eine tatsächliche Infektion mit SARS-CoV-2 ableiten lässt. Vielmehr wird die betroffene Person im Bescheid als Verdachtsfall bezeichnet und dazu verpflichtet, sich einem PCR-Test zu unterziehen. Ein weiterer Bescheid ergeht häufig nicht. In derartigen Konstellationen kann eine ärztliche Bestätigung über eine erfolgte und abgelaufene Infektion nicht allein auf Basis des Absonderungsbescheids erfolgen, sondern ist die Einbeziehung des PCR-Testergebnisses erforderlich. Ebenso wenig sind solche Absonderungsbescheide, aus denen sich kein Nachweis über eine Infektion ergibt, keine Alternative für solche ärztlichen Bestätigungen.

zurück