Kardiologen beobachten weniger Herzinfarkte

Die Österreichische Kardiologische Gesellschaft hat bekanntgegeben, dass sich im Verlauf des März 2020 die Zahl der in österreichischen Krankenhäusern mit Herzinfarkt aufgenommenen Patienten um etwa 40 Prozent verringert hat. Diese Zahlen wurden in 17 Herzkatheter-Zentren unter Berücksichtigung von etwa 700 Erkrankten ermittelt. Der beobachtete Rückgang sei aus pathophysiologischer Sicht nicht erklärbar, vielmehr wäre sogar ein Anstieg zu erwarten gewesen. Als mögliche Gründe führt die Gesellschaft Folgendes an: Patienten könnten ihre Herzinfarkt-Symptome nicht dem Herz, sondern einer möglichen Lungenentzündung zuordnen und aus Angst, sich im Krankenhaus mit Covid-19 anzustecken, keine ärztliche Hilfe aufsuchen. Möglicherweise fehlen durch die Beschränkungen auch die Auslösemechanismen für einen Infarkt oder aber eine nicht korrekte Todesursache in der Statistik könnte die Ursache sein.

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