Missbrauchsmeldung wird nur bei hinreichend konkretem Verdacht empfohlen

Empfehlung der Datenschutzbehörde

Die Datenschutzbehörde empfiehlt Ärztinnen und Ärzten in Krankenanstalten, lediglich im Fall eines hinreichend konkreten Verdachts auf Vernachlässigung, Misshandlung, Quälen oder sexuellen Missbrauch eine Meldung an die Jugendwohlfahrtsträger zu erstatten.

Auslöser war ein Kind in einem Krankenhaus, bei dem ein Wadenbeinbruch sowie eine ältere Fraktur und ein posttraumatisches Knochenmarksödem festgestellt wurden. Die Befragung der Mutter ergab keinen konkreten Verdacht, dennoch erfolgte eine Gefährdungsmeldung an die Jugendwohlfahrt. Aus Sicht der Datenschutzbehörde stellt die Meldung einen unzulässigen Eingriff in das Grundrecht auf Datenschutz dar, eben weil die Befragung der Mutter keinen konkreten Verdacht ergeben hätte.

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