Vorgaben zur adäquaten Schutzausrüstung

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat seine Vorgaben zur Definition von adäquater Schutzausrüstung für den medizinischen Bereich aktualisiert. Auf Seite 11 des Dokuments „Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung“ finden Sie die Tabelle mit der ausreichenden Schutzkleidung für verschiedene Konstellationen. Daraus ergibt sich folgende Handhabung:

  • Wenn beide Partner, also Arzt und Patient, einen MNS/chirurgische Maske/OP-Maske tragen, dann stellt dies bei einem normalen Gespräch (Anamnese, Befunderklärung etc.) zwischen Patient und Arzt keinen „Kontakt“ im Sinne der behördlichen Vorgaben dar. Ein Arzt würde daher, selbst wenn sich der Patient als SARS-CoV-2-Infizierter herausstellt, nicht abgesondert werden.
  • Kommt es in diesem Setting (beide Partner haben einen MNS/OP-Maske) zu einer Untersuchung bzw. zu einem körperlichen Kontakt, so sind vom Untersucher zusätzlich Handschuhe zu tragen bzw. sind die Hände zu desinfizieren.
  • Kommt es zu einer Untersuchung im Kopfbereich, ist vom Untersucher zusätzlich eine Brille zu tragen, um eine mögliche Übertragung über die Augenbindehaut auszuschließen.
  • Hat der Patient keine Maske oder kommt es zu einer Untersuchung im Mund-Halsbereich (dann üblicherweise ohne Maske beim Patienten), muss anstatt der MNS/OP-Maske eine FFP2-Maske getragen werden.
  • Für eine Abstrichentnahme z.B. für einen Antigen-Schnelltest ist jedenfalls Vollschutz zu tragen (FFP2-Maske, Brille, Handschuhe, Schutzschürze/-mantel).

Das alles gilt für einen Abstand von weniger als zwei Metern. Bei einem Abstand von mehr als zwei Metern, reicht beim Personal ein MNS/OP-Maske, auch wenn der Patient keine Maske trägt.

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