Corona-Impfung: Abrechenbarkeit

Im Dezember 2020 haben die ÖÄK und das Gesundheitsministerium eine Vereinbarung über die Abwicklung der COVID-19-Impfungen abgeschlossen. Darin war ausdrücklich vorgesehen, dass auch für nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversicherte Personen eine Abrechnung der COVID-19-Impfhonorare über die soziale Krankenversicherung ermöglicht und schlussendlich vom Bund getragen wird. Das war schlüssig, weil die Zuständigkeit für die Bekämpfung von Pandemien in die Zuständigkeit der Gesundheitsbehörden und nicht in jene der gesetzlichen Krankenversicherung fällt und damit eine einfache Administration über die Abrechnung mit der Krankenversicherung ermöglicht worden wäre. 

Entgegen dieser Regelung hat das BMSGPK am 27.1.2021 eine Verordnung erlassen, die genau diesen Modus ausschließt. Es ist daher der ÖGK derzeit nicht möglich, eine Abrechnung von Impfhonoraren für nicht gesetzlich krankenversicherte Personen zu akzeptieren. Derzeit laufen jedoch Gespräche mit dem BMSGPK, um eine Klärung für diese Problematik zu finden.

Sollte eine Lösung nicht möglich sein, so hätte der impfende Arzt im Rahmen der zweiten Teilimpfung die Möglichkeit Ärztinnen und Ärzten, die über keine gesetzliche Krankenversicherung verfügen, sondern über die Gruppenkrankenversicherung der Ärztekammer versichert sind, eine Privathonorarnote über die beiden Impfungen zu legen. Nach bisherigen Informationen wird den geimpften Ärztinnen und Ärzten das Honorar von der Gruppenkrankenversicherung erstattet.

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