Schutzmasken vorübergehend steuerfrei

Mit Inkrafttreten des 18.-Covid-19-Gesetzes am 14. Mai 2020 wurde unter anderem auch das Umsatzsteuergesetz (UstG) geändert und eine vorübergehende Umsatzsteuerbefreiung für Schutzmasken reglementiert. Unter den Begriff Schutzmasken fallen nicht nur alle Arten von FFP-Masken, sondern auch Textilmasken. Die Umsatzsteuerbefreiung gilt für alle innergemeinschaftlichen Lieferungen sowie Erwerbe von Schutzmasken, die nach dem 13. April 2020 und vor dem 1. August 2020 getätigt werden. Die gesetzliche Grundlage sieht ein rückwirkendes Inkrafttreten vor.

Von dieser (vorübergehenden) USt-Befreiung profitieren Ärztinnen und Ärzte nicht nur bei einem privaten Erwerb von Schutzmasken, sondern auch bei einem geschäftlichen Erwerb für die Ordination. Umsätze, die Ärztinnen und Ärzte tätigen, sind grundsätzlich unecht umsatzsteuerbefreit, wodurch die Berechtigung zum Vorsteuerabzug nicht gegeben ist. Bei einem geschäftlichen Erwerb sind Ärztinnen und Ärzte daher als Endverbraucher zu qualifizieren und müssen die USt gänzlich tragen. Durch die temporäre USt-Befreiung auf Schutzmasken würden Ärztinnen und Ärzte, auch bei einem geschäftlichen Erwerb, lediglich den Nettopreis bezahlen müssen.

Wenn Sie zwischen dem 14. April 2020 und dem Inkrafttreten der USt-Befreiung am 14. Mai 2020 Schutzmasken, privat oder geschäftlich, erworben haben und Ihnen hierbei eine USt in Rechnung gestellt worden sein sollte, haben Sie die Möglichkeit vom Verkäufer eine korrigierte Rechnung unter Rückerstattung der USt zu verlangen. Nach dem 31. Juli 2020 unterliegt der Verkauf und Erwerb von Schutzmasken, sollte die Regelung nicht verlängert werden, erneut der Umsatzsteuerpflicht.

zurück