Impfen schützt auch bei Omikron-Variante – das muss sich auszahlen

Presseinformation der Österreichischen Ärztekammer vom 15.12.2021

Die Boosterimpfung sorgt auch für guten Schutz bei der Omikron-Variante, betonen die Präsidenten der Landesärztekammern. Das müsse auch bei den Quarantäneregeln berücksichtigt werden.

„Die Studienlage zeigt immer deutlicher: Dreifach geimpfte Menschen sind auch vor der Omikron-Variante des Coronavirus gut geschützt“, unterstreichen die Präsidenten der neun österreichischen Landesärztekammern einhellig. Der Schutz sei zwar nicht ganz so groß wie bei der Delta-Variante, mit einer Booster-Impfung betrage die Schutzwirkung aktuellen Studien zufolge aber immer noch sehr gute 75 Prozent, der Schutz gegen schwere Verläufe und Hospitalisierung dürfte noch deutlich größer sein.

Dieser Schutz müsse sich auch bei den geplanten Quarantäneregeln widerspiegeln, sind sich die neun Landesärztekammer-Präsidenten einig. Seitens des Ministeriums wurde allerdings empfohlen, dass Menschen, die Kontakt mit einem Omikron-Infizierten hatten, automatisch als K1-Kontaktperson gelten. Das bedeutet: 14 Tage Quarantäne ohne die Möglichkeit, sich freizutesten. „Das erscheint uns zu streng und würde darüber hinaus Ärztinnen und Ärzte gerade jetzt in ihrer Arbeit über Gebühr behindern“, sagt Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen und der Wiener Ärztekammer stellvertretend für die Landesärztekammer-Präsidenten: „Auch bei Omikron sollten dreifach geimpfte Menschen entweder von vornherein als K2-Kontaktpersonen gelten oder wenigstens die Möglichkeit bekommen, sich nach fünf Tagen freizutesten – so wie es bisher für Geimpfte bei der Delta-Variante war.“

Schließlich gelte es gerade jetzt, die Menschen von den Vorteilen der COVID-Schutzimpfung und besonders auch der dritten Impfung zu überzeugen, betonen die Präsidenten der Landesärztekammern. „Wenn es bei Omikron keinen Unterschied im Quarantäne-Reglement macht, wie oft ich geimpft bin, nehmen wir den Menschen ein großes Stück an Motivation weg“, sagt Szekeres: „Das können wir uns in der aktuellen Situation nicht leisten. Wir brauchen hier Differenzierung und diese ist auch von der wissenschaftlichen Datenlage ausreichend gedeckt.“

 

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