Behandlung gewaltbetroffener Patientinnen und Patienten

Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene: Alle Infos und Leistungen

Die Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene der Medizinischen Universität Wien („Gewaltambulanz“) bietet seit Jänner 2025 eine klinisch-forensische Dokumentation nach gerichtsmedizinischen Standards inklusive Fotodokumentation, gegebenenfalls auch eine Spurensicherung bzw. Untersuchung von Blut und Harnproben (bei K.O.-Mittelverdachtsfällen) und eine Beratung an. Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Bereich der Gewalt im sozialen Nahraum (häusliche Gewalt), sexualisierter Gewalt und Misshandlungsfällen im Kindes- und Erwachsenenalter.

Nicht nur Betroffene selbst, sondern auch medizinisches Fachpersonal kann sich an die Untersuchungsstelle wenden bzw. Untersuchungen anregen, die in den Räumlichkeiten der Untersuchungsstelle (ohne Behandlungsbedürftigkeit), aber auch direkt am Krankenhausstandort erfolgen können. Da viele Gewaltbetroffene im Rahmen der Akutversorgung in Ordinationen erstmals von ihren Erfahrungen berichten bzw. medizinische Hilfe nach Gewaltereignissen suchen, möchte das Zentrum für Gerichtsmedizin niedergelassene Kolleginnen und Kollegen über dieses Angebot informieren. Über die Gewaltambulanz werden auch kostenfreie Schulungen für medizinisches Fachpersonal zum Thema Verletzungs- und Fotodokumentation sowie Spurensicherung angeboten. 

Die Stelle richtet sich an Betroffene in Wien, Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland. Eine telefonische Kontaktaufnahme unter +43 1 40160 35700 ist vor jeder Untersuchung erforderlich. Die Gewaltambulanz ist auch per E-Mail unter ugb(at)meduniwien.ac.at erreichbar.

Link: 

  • Gewaltambulanz
    (Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene der Medizinischen Universität Wien - Infos für Fachpersonal)