NÖ Ärztekammer begrüßt Entscheidung der Impfkoordination, auch BioNTech Impfstoff weiter in den Ordinationen zu verimpfen

Presseinformation vom 23. April 2021

Forderung nach fairer Impfstoffverteilung und Chancengleichheit wurde vom Land Niederösterreich großteils berücksichtigt

Seit Bekanntwerden der Pläne des Landes Niederösterreich, die niedergelassenen Ordinationen aus der Impfstrategie zurückzudrängen, hat die Ärztekammer für NÖ wiederholt massiv Chancengleichheit und faire Impfstoffverteilung gefordert und dabei auf die Wichtigkeit der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bei der Durchimpfung der Bevölkerung hingewiesen. Denn jede Einrichtung, egal ob eine kleine Einzelordination am Land oder ein großes Impfzentrum in der Stadt, ist für die Pandemiebekämpfung notwendig und soll daher die gleichen Chancen haben, mit der COVID-19-Schutzimpfung dabei mitzuwirken. „Nun gibt es grünes Licht von der Impfkoordination des Landes, dass wie bisher alle verfügbaren und in Österreich zugelassenen Corona-Impfstoffe auch in den Ordinationen der Hausärztinnen und Hausärzte angeboten werden. Wir freuen uns über diese Entscheidung und begrüßen diesen Schritt sehr“, reagiert der Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Christoph Reisner, MSc, positiv auf das Ergebnis des letzten Gesprächs mit der Impfkoordination Notruf NÖ.

Auch MR Dr. Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, zeigt sich erfreut, dass die Argumente der Ärztinnen und Ärzte für eine faire Verteilung der Impfstoffe vom Land NÖ und von Notruf NÖ aufgegriffen wurden. „Wir werden künftig alle impfenden Stellen benötigen, auch die kleinste Einheit der medizinischen Versorgung – und das ist die Einzelordination. Denn die Zeit der Impfungen endet nicht im Sommer oder Herbst, wenn hoffentlich alle Menschen, die möchten, eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben. Wir werden in den darauffolgenden Wochen, Monaten und wahrscheinlich Jahren Auffrischungsimpfungen und weitere Grundimmunisierungen durchführen müssen –  auch noch in Zeiten, in denen es schon lange keine Impfzentren mehr geben wird. Impfzentren sind teuer, aber in Spitzenzeiten wichtig, damit eine möglichst rasche Durchimpfung einer sehr großen Zahl von Menschen möglich ist. Parallel dazu und vor allem langfristig brauchen wir allerdings die Hausärztinnen und Hausärzte in ihren Ordinationen, die die niederösterreichische Bevölkerung in nächster Nähe zu ihrem Wohnort erreichen kann und die aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses erste Ansprechpartner bei medizinischen Fragen sind.“ Genau aus diesen Gründen ist es essentiell, dass zumindest alle Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin Corona-Schutzimpfungen anbieten dürfen, die Interesse daran haben.


Rückfragehinweise:

Ärztekammer für Niederösterreich, Pressestelle
Mag. Birgit Jung
Tel. +43 1 53751 623, +43 676 848457 323
Dr. Sigrid Ofner
Tel +43 1 53 751 636, +43 676 848457 105
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