Nein. Es besteht keine Verpflichtung dazu. Teilweise ist die Durchführung der Tests auch aus bestimmten Gründen nicht möglich (z.B. wenn in der Ordination nicht ausreichend Platz vorhanden ist).

Diese Möglichkeit steht nur Kassenvertragsärztinnen und -ärzten offen. Es besteht keine Einschränkung auf bestimmte Sonderfächer.

Patientinnen/Patienten von Wahlärztinnen/Wahlärzten bekommen keine Kostenrückerstattung. Ein Antigen- bzw. erforderlicher PCR-Test kann nur von Vertragspartnerinnen/-partnern direkt mit der Sozialversicherung abgerechnet werden. Bei Einreichung einer Honorarnote bei der Sozialversicherung erfolgt keine Kostenrückerstattung.

Versicherte der ÖGK, der BVAEB und der SVS bzw. die anspruchsberechtigten Angehörigen im Falle des klinischen Verdachts des Vorliegens einer Infektion mit SARS-CoV-2. Ein kostenloser Test ist zulässig, sofern bei der betreffenden Person Symptome vorliegen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 vermuten lassen.

Um die eigene Absonderung im Falle eines positiven Testergebnisses einer Probandin/eines Probanden zu verhindern, muss entsprechende Schutzkleidung/Schutzausrüstung getragen werden.  Von der Karl-Landsteiner Privatuniversität wurde dazu folgende Empfehlung herausgegeben:

Entnahme in geschlossenen Räumen: Behandler/in FFP2, Visier oder Brille, feuchtigkeitsdichter Mantel oder Schürze, Handschuhe

Wir empfehlen zusätzlich dringend, im Vorfeld mit dem zuständigen Amtsarzt/der zuständigen Amtsärztin Kontakt aufzunehmen, um die zu tragende Schutzausrüstung mit dieser/m zu besprechen, da es in diesem Zusammenhang interpretatorischen Spielraum der Gesundheitsbehörden gibt.

Die Auswahl des konkreten Antigen-Testprodukts hat nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft zu erfolgen und das Antigen-Testprodukt muss jedenfalls CE zertifiziert sein. Der Test muss vom Arzt/von der Ärztin bezogen werden.

Die Auswahl des konkreten Antigen-Testprodukts hat nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft zu erfolgen und das Antigen-Testprodukt muss jedenfalls CE zertifiziert sein. Der Test muss vom Arzt/von der Ärztin bezogen werden. Informationen und Hilfestellungen zur Bewertung der Qualität von Antigentests finden Sie unter Antigen-Tests im Rahmen der Österreichischen Teststrategie SARS- CoV-2 – BMSGPK.

Eine Liste am Markt angebotener Testprodukte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit - alphabetisch sortiert):

Die Ärztin/Der Arzt hat zunächst grundsätzlich einen Antigen-Test durchzuführen. Nach Vorliegen eines positiven Antigen-Tests ist ein PCR-Test durchzuführen. Für diesen wird der Abstrich an ein Zuweisungslabor übermittelt. Für die laboranalytische Auswertung eines PCR-Tests steht dem Labor eine Fallpauschale in Höhe von EUR 60,-- zu. Es ist sinnvoll, das diesbezügliche Prozedere mit dem Labor abzustimmen.

Im Einzelfall, wenn die Symptomhäufung auffällig und von stark ausgeprägter Intensität ist sowie anamnestischer Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person bestand/besteht, ist ein PCR-Test auch bei Vorliegen eines negativen Antigentests zulässig.

Es handelt sich um ein Pauschalhonorar. Dieses deckt die Kosten bzw. den Aufwand für das Material, die Probenentnahmen, die Auswertung eines Antigen-Tests, die dazugehörige Dokumentation sowie das therapeutische Gespräch zwischen Ärztin/Arzt und Patient/in ab. Auch die Abstrichentnahme für einen PCR-Test im Falle eines positiven Antigen-Tests ist davon umfasst.

Folgende neue Leistungspositionen werden rückwirkend per 22.10.2020 bei der ÖGK, BVAEB und SVS sowie KFA-Wien geschaffen:

Für AllgemeinmedizinerInnen und FachärztInnen mit Kassenvertrag:

  • Position COVT1 - Antigentest positiv und PCR-Test veranlasst
  • Position COVT2 - Antigentest negativ ohne PCR-Test
  • Position COVT3 - Antigentest negativ mit PCR-Test veranlasst

Die Honorarhöhe ist gestaffelt:

  1. in Höhe von insgesamt EUR 65,-- je Fall ab der 1. bis zur 30. pro Monat durchgeführten Testung,
  2. in Höhe von insgesamt EUR 50,-- je Fall ab der 31. bis zur 60. pro Monat durchgeführten Testung,
  3. in Höhe von insgesamt EUR 35,-- je Fall ab der 61. pro Monat durchgeführten Testung.

Diese Staffelung gilt in Gruppenpraxen pro Gesellschafter/in. Das bedeutet, dass in einer Gruppenpraxis mit zwei Gesellschafterinnen/Gesellschaftern die ersten 60 Tests pro Monat mit dem Tarif von EUR 65,-- honoriert werden.

Für das Fach-Labor ist eine Zuweisung erforderlich:

Das Fach-Labor kann die neue Position COVL - PCR-Test für die laboranalytische Auswertung eines PCR-Tests inklusive des verwendeten Materials, sowie die dazugehörige Dokumentation mit allen Krankenversicherungsträger in Höhe von € 60,-- direkt verrechnen.

Die Arztsoftwarefirmen wurden über die neuen Positionen bereits von der BKNÄ verständigt.

Natürlich. Die Verordnung (siehe oben bei der Honorierung) ist etwas missverständlich, aber die Verrechnung einer Ordination ist jedenfalls erlaubt. Nicht verrechnet werden kann eine therapeutische Aussprache. Diese ist dezidiert in der Pauschale inkludiert! Natürlich können auch sämtliche Sonderleistungen, wie Blutabnahme, Blutbild, CRP, Spiro und vieles mehr, so sie medizinisch indiziert sind, verrechnet werden.

Es gibt leider eine Vielzahl von Tests in Österreich, das gilt sowohl für PCR-Tests als auch für Antigen-Tests. Eigentlich ist die Trägersubstanz immer eine NaCl-Lösung. Ob aber die Röhrchen, die Konzentration etc. miteinander kompatibel sind, klären Sie am besten mit ihrem Labor ab. Zusätzlich kann die vorgeschriebene Abnahme (nur Nase oder Pharinx oder beides) differieren. Einige Firmen haben die Weiterverwendung nicht freigegeben.

Nein. Bei einem positiven Antigen-Test ist auch der der PCR-Test eine Kassenleistung. Unbedingt auf der Überweisung vermerken! Zum Beispiel: „Verdacht auf COVID-19/Infektion mit SARS-CoV-2, pos. Antigen-Test“. Es empfiehlt sich, dies als Diagnose anzulegen. Bitte klären Sie das Prozedere mit Ihrem Zuweisungslabor ab.

Ja. Die Kosten für die Tests werden nur für Verdachtsfälle übernommen. Wünscht ein Gesunder – aus welchen Gründen auch immer – einen Test, so kann dieser privat in Rechnung gestellt werden. Es empfiehlt sich nicht nur in diesen Fällen, darauf hinzuweisen, dass Tests immer eine Momentaufnahme darstellen. Ein Röntgen heute schließt ja einen Beinbruch übermorgen auch nicht aus.

In diesem Zeitraum kann es tatsächlich Schwierigkeiten mit der Abholung geben. Laut Auskunft eines Labors sind die Tests gekühlt 72 Stunden lagerbar, laut Auskunft eines anderen Labors lediglich 48 Stunden. Hier sollte individuell mit dem zuständigen Partnerlabor das Prozedere abgeklärt werden. Bei entsprechender Klinik und einem positiven Antigen-Test besteht der dringende Verdacht auf eine COVID-Infektion. Dieser Verdacht ist unverzüglich der Gesundheitsbehörde zu melden. Es kann sein, dass diese einen Test durch 1450 anordnet. Im Zweifelsfall sollte 1450 kontaktiert werden.

Nach derzeitigem Wissensstand nicht.

Dürfen ja, die Testung wird aber nicht von der Gesundheitskasse bezahlt.

Die Teststrategie des Ministeriums sieht dies sogar explizit vor (siehe Österreichische Teststrategie SARS-CoV-2):

„Antigen-Tests werden in der österreichischen Teststrategie derzeit für folgende Anwendungsbereiche empfohlen:

für symptomatische Personen im niedergelassenen Versorgungsbereich (Hausärztin/Hausarzt), in Spitalsambulanzen, in Schulen sowie in Alten- und Pflegeheimen

für asymptomatische Personen im Rahmen von Ausbruchsmanagement, Testungen von engen Kontaktpersonen (K1) und in Screeningprogrammen bei beruflich besonders exponiertem Personal (v.a. in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen)“

In der Verordnung, in der die Bezahlung der Antigen-Tests bei niedergelassenen Ärzten geregelt wird, ist davon leider keine Rede, im Gegenteil. Die Bezahlung erfolgt nur bei symptomatischen Patienten: „Ein Test ist zulässig, sofern bei der betreffenden Person Symptome vorliegen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 vermuten lassen.“

Dazu kommt, dass manche Tests nur für die Testung von symptomatischen Personen zugelassen sind, lediglich für einen Test (kein lateral Flow Test) existiert auch eine Zulassung für asymptomatische Patienten.