Kollektivvertrag 2026 für nichtärztliche Ordinationsangestellte
Mit der GPA wurde eine Einigung beim Kollektivvertrag für nicht ärztliche Ordinationsangestellte erzielt. Diese Einigung wurde von der Kurienversammlung am 10. Juni 2026 angenommen.
Inhalt der Einigung im Detail
- Ist-Gehaltserhöhung: Die Ist-Gehälter werden ab 1. Juli 2026 um zuerst EUR 50,- (auf Basis Vollzeit), danach um 1,5 Prozent erhöht, insgesamt maximal 2,95 Prozent.
- Freiwillige Mitarbeiterprämie 2026: Angestellte können eine steuerfreie Prämie in Höhe von maximal EUR 500,-- als Mitarbeiterprämie im Sinne des § 124b Z 478 lit e EStG 1988 erhalten.
- Mindestgehaltserhöhung: Erhöhung der Mindestgehälter und der Gefahrenzulage (nicht Strahlenzulage) um 3,19 Prozent rückwirkend mit 1. Jänner 2026.
- Einführung von Gehaltsstufen im 15. und 20. Berufsjahr.
- Freiwillige Erhöhungen, die seit 1. Jänner 2026 getätigt worden sind, sind gegenzurechnen.
Redaktioneller Fehler: Im Protokoll wurde der Wert der Gefahrenzulage per 1. Jänner 2026 fälschlicherweise mit EUR 146,-- angegeben. Der korrekte Wert lautet EUR 152,--.
Gehälter Ordinationsangestellte
Aufsaugungsklausel
Sollten Sie planen, die Ist-Gehälter Ihrer Angestellten vor Abschluss der jeweiligen Kollektivverhandlungen freiwillig zu erhöhen, wird die schriftliche Vereinbarung einer sogenannten „Aufsaugungsklausel“ empfohlen.
Eine Aufsaugklausel ist eine Vereinbarung, die besagt, dass eine gewährte Überzahlung des kollektivvertraglichen Mindestgehalts durch künftige kollektivvertragliche Erhöhungen des Ist-Gehalts verringert oder ganz aufgehoben wird. Das bedeutet, dass die Überzahlung nicht mehr vollständig besteht, wenn der Kollektivvertrag erhöht wird, und die Überzahlung demnach diesen Erhöhungen entspricht.
Wird eine überkollektivvertragliche Entlohnung zu Beginn des Arbeitsverhältnisses gewährt, so eignet sich z.B. folgende dienstvertragliche Formulierung als Aufsaugungsklausel für künftige Ist-Lohnerhöhungen: „Angesichts der hier gewählten überkollektivvertraglichen Entlohnung wird vereinbart, die auf den Abschluss des Dienstvertrages nächstfolgende/die beiden nächstfolgenden Mindest- und Ist-Lohnerhöhung(en) auf den den kollektivvertraglichen Mindestlohn übersteigenden Teil des Entgelts voll anzurechnen.“
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