Im Fall des Ablebens eines Mitgliedes des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Niederösterreich wird der Witwe/dem Witwer oder dem/der eigetragenen Partner/in eine Witwen- bzw. Witwerversorgung in der Höhe von 60 Prozent des Pensionsanspruchs der/des Verstorbenen ausbezahlt. Bei geschiedenen Eheleuten beziehungsweise ehemaligen eingetragenen Partnern/Partnerinnen mit Unterhaltsanspruch verringert sich der Betrag auf 40 Prozent.

Ab 1.1.2020 ist eine gestaffelte Anspruchsdauer in der Satzung des Wohlfahrtsfonds vorgesehen.

FAQ zur Witwen(Witwer)versorgung

Nach dem Tod eines Wohlfahrtsfondsmitgliedes oder einer Empfängerin/eines Empfängers einer Alters- oder Invaliditätsversorgung ist der Witwe/dem Witwer oder der/dem hinterbliebenen eingetragenen Partner/in die Witwen(r)versorgung zu gewähren.

Wurde die Ehe oder eingetragene Partnerschaft nach Vollendung des 65. Lebensjahres des Wohlfahrtsfondsmitgliedes oder der Empfängerin/des Empfängers der Alters- oder Invaliditätsversorgung geschlossen, muss die Ehe/eingetragene Partnerschaft zum Zeitpunkt des Todes mindestens drei Jahre bestanden haben.

Ist ein Wohlfahrtsfondsmitglied zum Zeitpunkt des Todes aufgrund eines gerichtlichen Urteils/Vergleiches oder durch eine Auflösung der Ehe verpflichtet, seinem früheren Partner/seiner früheren Partnerin aus einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft Unterhalt zu bezahlen, besteht bis längstens zum Ablauf einer allfälligen Befristung des Unterhaltsanspruchs ebenfalls ein Anspruch auf Witwen(r)versorgung.

Der Anspruch erlischt im Falle einer neuerlichen Verehelichung oder Eintragung einer Partnerschaft.

Der Antrag auf Witwen(r)versorgung ist spätestens sechs Monate nach dem geplanten Antrittsdatum, das immer auf einen Monatsersten fällt, einzubringen. Wird der Antrag mehr als sechs Monate nach dem gewünschten Antrittszeitpunkt gestellt, kann die Leistung erst ab dem Monat der Antragstellung gewährt werden (PDF: Formular L05).

Mit dem Antrag auf Witwen(r)versorgung ist die

  • Sterbeurkunde

vorzulegen.

Im Falle einer früheren Ehe oder früheren eingetragenen Partnerschaften müssen zusätzlich folgende Unterlagen vorgelegt werden:

  • Scheidungsurteil, Vergleich bzw. Vereinbarung über die Unterhaltsverpflichtung
  • Bestätigung über die Höhe der letzten Auszahlung
  • Erklärung zur Wiederverehelichung (PDF: Beiblatt – L15)

Generell beträgt diese 60 Prozent der Alters- oder Invaliditätsversorgung, die dem verstorbenen Wohlfahrtsfondsmitglied zum Zeitpunkt des Ablebens gebührt hat bzw. gebührt hätte.

Die Witwen(r)versorgung eines früheren Ehegatten oder des früher eingetragenen Partners beträgt grundsätzlich 40 Prozent der Alters- oder Invaliditätsversorgung des verstorbenen Mitgliedes, jedoch maximal in Höhe des Unterhalts (Ausnahmen in § 34 - Satzung WFF). Die Versorgungsleistung mehrerer geschiedener Gattinen/Gatten wird anteilig berechnet und darf insgesamt 40 Prozent des Anspruchs des Mitgliedes nicht überschreiten.

Ab 1.1.2020 ist eine gestaffelte Anspruchsdauer in der Satzung des Wohlfahrtsfonds vorgesehen.